Brauchtumsmarkt
Weihnachtlicher Brauchtumsmarkt 2009
Klein, aber fein war der Weihnachtsmarkt am Klausenhof, überschaubar die Zahl der Anbieter wie die der Besucher. Gleich am Eingang machten viele Halt, um sich eine deftige Wurst zu gönnen. Im Wohnbereich des alten Hotzenhauses gab es Schmuck zu bewundern, jede Menge textiler Herzen, aber auch Mäuse, die es sich doch tatsächlich im Bett bequem gemacht hatten. In der Küche konnte man Speck, Würste, Bauernbrot, aber auch Springerle und anderes Gebäck erstehen.
Im Ökonomieteil grüßten filigrane Perlenengel die Besucher, gehäkelte Schneeflocken für den Weihnachtsbaum waren ebenso im Angebot wie jede erdenkliche Art von anderen weihnachtlichen Accessoires. Und auch dem Brandmaler konnte man bei seiner Arbeit über die Schulter spähen. In der Säge standen auf der einen Seite Edelbrände in Reih und Glied, während auf der anderen das Obst noch in unverarbeiteter Form zu haben war.
In der Schmiede konnten sich in diesem Jahr sogar Hunde mit Weihnachtsplätzchen eindecken, während die Zweibeiner im Wagenschopf auf ihre Kosten kamen. Auf der Empore gab es eine Kaffeestube und im hinteren Teil bewirtete der Loipenverein die Gäste mit Glühwein und Flammkuchen. Außerdem hatten sich im Wagenschopf noch ganze Heerscharen hölzerner Engel versammelt, und sogar fliegende Schweine wurden dort gesichtet. Ob sie vom himmlischen Duft der Seifen am Nachbarstand oder doch vom eher irdischen der Linzertorten angezogen worden waren, ließ sich allerdings nicht klar unterscheiden.
Gegenüber dem Museumsareal in der Glasbläserei war Dirk Bürklin am Werk. Fridolin Lohr hatte sich im Zimmer des Ortsvorstehers positioniert, um seine beiden Bücher zu signieren, und auch dort grüßten ausgefallene Christbaumkugeln, leuchtend rote Nikolausstiefel und andere kunstgewerbliche Kleinigkeiten von den voll bestückten Tischen und Wänden herab.
Quelle: Südkurier 7.12.2009 zu den Bildern
